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Engagement 2.0

3plusX Arbeitsladen

Mittwoch, den 7. Mai 2008, 18.00 Uhr Betterplace-Büro, Berlin


Gäste

betterplace.de (Till Behnke, Geschäftsführer/Aishah El Muntasser, Public Relations Manager)

helpedia.de (Sebastian Schwiecker, Geschäftsführer)

netzwirken.net (Jochen Holtrup, Geschäftsführer, vormals Care Club)

reset.to (Uta Mühleis, Geschäftsführerin)

elargio.de (Achim Ritzmann, Geschäftsführer)


Moderation

Sebastian Metzger (ecochoice) und Paula Marie Hildebrandt (3plusX)


Fragen

v Wer seid ihr?

v Wie kamt ihr auf die Idee für euer Projekt bzw. eure Plattform?

v Was macht ihr?

v Was unterscheidet euch von den anderen Anbietern?

v Was sind die ein, zwei von euch neu entwickelte Tools, Herangehensweisen etc.?

v Was sind die Vorteile/Grenzen sozialer Portale?

v Wie kommt ihr an Geld? Wie finanziert ihr euch?

v Was sind die Beweggründe/Motivation für das, was ihr macht?

v Was waren eure größten Hürden?


reset e. V. /Uta Mühleis

• persönlicher Hintergrund: Studium Umwelt- und Entwicklungspolitik, Tätigkeit im Bereich Digitale Medien

• Reset ist eine Aktionsplattform für Spenden; es ermöglicht z. B. an Petitionen teilzunehmen und am eigenen nachhaltigen Lebensstil zu arbeiten. Es ist bietet gleichzeitig eine Projektförderung sowie Wissensplattform, auf der Informationen/news populär angeboten werden (globalEyes-tv).

• Ziel: Leute sensibilisieren, aktiv einen eigenen Beitrag zu leisten sowie eigene Projekte starten und das Angebot strategisch nach Indien und China und nicht in die USA ausbauen, private Unternehmensspenden „pushen“ (CSR).

• Verweis auf kiva.org

• Tools/Charakteristika: nachvollziehbare Kalkulationen, Empfehlungen (proofed by reset), die Verbindung von Info und Aktionsansatz, keine Zusammenarbeit mit großen NGOs

• Hürden/Herausforderung: Von der Idee zum Konzept in die Realität, richtiges Team, Anerkennung der Gemeinnützigkeit, in Deutschland (bisher) wenig Profilierung durch Spenden (entgegen dem Stiften)

• Wie kann ich aus dem Bedürfnis, sich zu engagieren, Kapital schlagen?


betterplace/Till Behnke & Aishah el Muntasser

• gemeinnützige Internetplattform für soziale/Umweltprojekte aus aller Welt

• bringt Menschen zusammen, die Projekte durchführen und die, die Projekte unterstützen

• Tools/Aufbau: Transparenz, Gebühren von Unternehmen, langfristige Finanzpartner zu suchen (Kooperationen mit Unternehmen), jeder kann sich registrieren und Mitglieder können eigenständig Projekte einstellen; vom „Overhead“ in großen Organisationen hin zu dezentralen Strukturen; Corporate Volonteering kommunizieren (Ehrenamt von Mitarbeitern)

• Ziel: junge Leute ansprechen, die nicht zum klassischen Spenderklientel gehören

• Kassentrennung in „Overhead“ und „Arbeit vor Ort“

• Finanzierung: Startkapital in Stiftung, von Unterstützern (Darlehn und Spenden), Gewinn fließt zurück in Gemeinnützige Organisationen

• Transparenz: alle Geldgeber werden genannt, anonymes Spenden ist möglich, ein Jahresbericht

• Herausforderung: Die Unterstützer zu integrieren, die später hinzukommen. Es muss für sie so sein, als wären sie von Anfang an dabei gewesen, gute Programmierer und PRler

• Motivation: Suche nach Identität: Lieber eigene Stiftung gründen auf der der eigene Name steht


helpedia/Sebastian Schwiecker

• persönlicher Hintergrund: studierte BWL, arbeitete in der Entwicklungszusammenarbeit (KfW-Bank)

• Verzeichnis gemeinnütziger Organisationen

• Zielgröße: 200.000 Organisationen, die sich selbst eintragen können/sollen

• soll zusätzlich Job- und Ehrenamtsbörse werden

• bei ihnen kann man (noch) nicht spenden

• als erste Anlaufstelle soll helpedia Antwort geben auf die Frage: „Welche Organisation gibt es in der Nähe?“ (für freiwilliges Engagement)

• große Organisationen machen nicht mit; daher kämpft helpedia um die, die „leicht mitzunehmen sind“

• Verwaltungskosten dürfen nicht zu sehr im Vordergrund stehen

• Kritik am DZI: mangelnde Internet-Kentnisse, DZI-Spendenalmanach ist nicht online verfügbar, prüft keine Effektivität (Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI dokumentiert in seinem Wohlfahrtsarchiv Spendenorganisationen und vergibt das Spenden-Siegel an Spendenorganisationen)


netzwirken/Jochen Holtrup

• persönlicher Hintergrund: „Nachdenken mit 27“, war erfolgreicher Werber, vormals „Care Club“

• Netzwirken ist multimedial und bietet eine Alternative zur Intransparenz der Verteilung von Spendengeldern in größeren Organisationen wie z. B. UNICEF

• Tools/Charakteristika: „Wisdom of the crowd“, z. B. „battlen“ statt „betteln“: 5000 Euro werden auf das Portal gestellt, Projekte können sich darum bewerben, User können den Betrag erhöhen, Projekt erhält das prozentuale Verhältnis der Abstimmung der User; Meinung der User zählt; Unternehmensspende ist Sockelbetrag, wird durch User erweitert

• sieht ein Problem im Deutschen Sozialsystem, da Spenden als etwas Reines, „Weißes“ gilt

• Transparenz aufzeigen kostet Geld

• „Milliardenmarkt“: mit „Gutes tun“ auch Geld verdienen

• temporäre, noch keine langfristige Finanzierung,

• Motivation: Starkes Gefühl des Teilens; es macht Spaß; Vorbilder wie Mohammed Yunus und Helmut Rademacher

• Herausforderung: der Vergleich/Abgrenzung von care International, Gelder


elargio/Achim Ritzmann

• persönlicher Hintergrund: NPO-Szene/Entwicklungszusammenarbeit, u. a. in Sierra Leone

• plädiert für eine Auflösung der klassischen Trennung von „Unternehmen und Organisationen“, will spenden „cool & sexy“ machen

• eine Dienstleistung, die gut funktioniert, muss auch Geld kosten (Spender zahlt auch für den Service): von 100 Euro erhält elagio 3,4 Prozent, die anderen 94,6 gehen an die Organisation

• gute Rückmeldung, aber noch keine Spendeneinnahmen

• Herausforderung: zeigen, wo die Spenden hingehen

• DZI-Spendensiegel ist sehr teuer und nicht transparent; Projektkosten können auch als Verwaltungskosten abgerechnet werden und umgekehrt

• auf der Suche nach weiteren Geldgebern

• Finanzierung: private Kredite (werden nicht veröffentlicht), nur die Buchhalterin verdient etwas, wollen Bilanz offen legen, GmbH und GmbH (sollen verbunden werden)

• Motivation: kein Streit mit einem Chef, Ausleben der eigenen Ideen ist Luxus Anmerkungen/Fragen aus dem Publikum

• „Practice what you preach“: an sich selbst hohe Ansprüche zu stellen heißt: Wie transparent seid ihr wirklich, was sind die tatsächlichen Kosten?

• gemeinnützige Ideen können nicht in Business-Modelle überführt werden


Fazit

• Alle sind davon überzeugt, dass sich an der Spendenmentalität in Deutschland etwas ändern wird (Internet- Generation) und Spenden in der Zukunft auch online gemacht werden, die Frage ist nur, wann sich dieser Trend einstellen wird und ob diese Portale den langen Atem haben werden, bis dahin finanziell zu überleben

• Alle Portale müssen sich in nächster Zeit strategisch ausrichten und überlegen, ob sie sich gegenseitig Konkurrenz machen werde oder kooperieren.

• Große Herausforderung, langfristig gute und engagierte Mitarbeiter zu halten, d.h. auch Gehälter zu zahlen, die nicht von Eltern oder Partnern noch aufgestockt werden müssen....




Download: Ergebnisse "Engagement 2.0" Mai 2008.pdf (97 KB)
Download: Teilnehmer Arbeitsladen "Engagement 2.0".pdf (42 KB)



 

 
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