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| Klimaschutz leicht gemacht - Dr. Bausch rät |
Hier gibt Dr. Camilla Bausch, Senior Fellow bei Ecologic, Institut für Internationale und Europäische Umweltpolitik, jeden Monat Tips für Klimaschutz im Alltag. Ihr könnt - die Tips befolgen oder Euch in zivilem Ungehorsam üben, - Freunde oder Bekannte auf die links aufmerksam machen, - das Gratis-Email-Abo bestellen durch einfache Nachricht an bausch@ecologic.de.
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11 (August 2008)
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Kinder, Kinder Um mich herum wuselt es: Kinder, Kinder, Kinder. Daher widme ich den heutigen Tip dem Thema "Kinder sichern ihre Zukunft - zusammen mit Eltern, Tanten, Onkels und anderen". Zum gemeinsamen Lernen und Handeln findet Ihr anbei eine Einsteiger-Link-Liste für kleine Menschen. Geolino - dieses Internetportal eröffnet die Wunderwelten der Erde für ihre kleinen Bewohner. Dort wird auch ein Energie-Special angeboten mit Erklärungen zu Strom, Klimawandel, Energiesparen etc.: http://www.geo.de/GEOlino/technik/53213.html?q=klima Sehr unterhaltsam, allerdings auf Englisch, erklären hier Knet-Tiere in kurzen Spots, was man alles Gutes für die Umwelt tun kann. Die Kurzfilme zu Klimaschutz sowie Energieeffizienz finde ich besonders gelungen: http://www.animalssavetheplanet.com/ "Mission Blueplanet" - Preisgekröntes Online-Quizz. Erinnert an "Wer wird Millionär" und ich hab mit Spaß sogar noch was gelernt: http://www.mission-blue-planet.de/ Klimamusical - mehr Infos und eine Hörprobe (die sicher nicht auf Menschen über 12 zielt) zu diesem Projekt des BUND findet Ihr unter: http://www.bund.net/index.php?id=1175 Powerado - dieses Spiel erinnert an Tetris und dreht sich um nachhaltige Energieversorgung. Etwas viele Regeln - aber vielleicht dann lustig: http://spiel.powerado.de/html/main.html Klimaschutztips mit unkonventionellem Unterton findet Ihr unter: http://www.aktiv-fuer-kinder.de/index.php?id=3403 Der Tip Nr. 3 trägt den pikanten Titel: "Eltern quälen". Also, überlegt Euch gut, wem Ihr das zu lesen gebt! Nun Euch allen viel Spaß! Camilla (Bausch) |
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| (10) Juni 2008 |
Es werde Licht... Wer von sich sagen kann, dass in seinem Haushalt nur Energiesparlampen Licht verbreiten, der kann diesen heutigen Tip löschen und sich vergnüglichen Dingen wie dem Finale der Fussball-EM widmen. An alle anderen geht die Frage: Warum brennen in europäischen Haushalten laut EU-Kommission noch immer rund 3,7 Milliarden herkömmliche Glühbirnen teuer vor sich hin, während nur eine halbe Milliarde Energiesparlampen leuchten? Immerhin ist es doch mittlerweile bekannt, dass sich mit Energiesparlampen Geld sparen und die Umwelt schützen lässt. Oder?! Die Netzzeitung glaubt, es sind vor allen Dingen Vorurteile, die den Wechsel hemmen. Daher hier für alle, die es nochmal genauer wissen wollen, der Tip für nachhaltiges Licht: Etwa 1,5% des Energieverbrauchs eines Haushalts entfallen nach Auskunft des Umweltbundesamtes auf Licht und Lampen. Das klingt wenig - dafür ist das Einsparpotential pro Lampe besoners erheblich. Energiesparlampen verbrauchen rund 80% weniger Strom als normale Glühlampen! Nicht nur liefert eine Energiesparlampe mit 11 Watt etwa die gleiche Lichtmenge wie eine normale 60 Watt Birne, nein, wenn den normalen Birnen schon lange der Draht durchgeschmort ist, brennen die Öko-Lampen noch weiter und weiter und weiter. Ihre Lebensdauer ist im Vergleich 8 bis 12 mal (UBA) bzw. 5 bis 15 mal (Wikipedia) bzw. 10 bis 19 mal (Stiftung Warentest) höher. Damit kann mit der (zunächst im Einkauf teureren) Energiesparlampe Geld gespart werden. Wikipedia kommt auf einen "ungefähren Richtwert" von beeindruckenden 153 Euro pro Einsparlampe. Die deutsche Umwelthilfe rechnet konservativer mit Einsparungen pro Energiesparlampe von "über € 50,-", die Deutsche Energieagentur mit 90 Euro. Bei Stiftung Warentest wird es konkret: "So spart die billige Isotronic 11 W bei 10.000 Betriebsstunden immerhin 65 Euro gegenüber einer gleich hellen Glühlampe. Die 9 Euro teurere Megaman Compact Globe 11 W spart im gleichen Zeitraum jedoch 100 Euro." und "177 Euro spart zum Beispiel die Philips G120 Soft White mit 20 Watt gegenüber einer herkömmlichen 100 Watt-Glühlampe - gerechnet auf 10 000 Brennstunden." Für so viel Geld lassen sich Leute auf MTV in irgendwelchen absurden Strand-Spielen schon mal eine Glatze rasieren... Und wenn man den Blick aus dem eigenen Geldbeutel hin auf die größeren Zusammenhänge in Deutschland richtet, rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor: "Wenn man sehr wohlwollend davon ausgeht, dass derzeit 25 Prozent der Beleuchtung in den deutschen Haushalten aus Energiesparlampen stammt, könnte die flächendeckende Umstellung etwa 8,5 Terawatt-Stunden Strom pro Jahr einsparen – die Leistung von ein bis zwei Kohlekraftwerken." Wenn das nichts ist! Doch ein paar Dinge sollten beachtet werden: Energiesparlampen reagieren mitunter empfindlich auf häufiges Schalten. Mindestens zwei Minuten sollten wohl zwischen Ein- und Ausschalten liegen. Das erhöht die Lebensdauer von empfindlichen Modellen. Außerdem: Ein extremes Beispiel der Stiftung Warentest: "Die Sparsam 7 W von Ikea braucht fast zwei Minuten, um auf 80 Prozent ihrer Helligkeit hochzufahren. Für Bäder, Toiletten und Treppenhäuser ist das zu langsam. Hier werden Lampen häufig geschaltet und sie müssen schnell die volle Helligkeit erreichen. Besser geeignet: Osram Dulux Superstar Globe 21 W und Philips Genie ww 8 W. Die gehen nahezu sofort an und werden schnell hell." Schließlich: Energiesparlampen gehören wegen des enthaltenen Quecksibers nicht in den Hausmüll. Doch der Handel nimmt vielfach die Lampen einfach zurück. Alternativ: Ab zu Sondermüllannahmestellen - zusammen mit Altöl, Elektrogeräten u.ä. Einige empfehlen noch, zwischen sich und der Energiesparlampe etwa 1 1/2 Meter Abstand zu halten wegen fiesen elektromagnetischen Feldern. Ob das nötig ist?!? Hier bin ich überfragt. Die Weltgesundheitsorganisation hat angeblich betont, dass “trotz ausgedehnter Forschungen […] es bis heute keinen Nachweis dafür [gibt], dass eine Exposition durch schwache elektromagnetische Felder für den Menschen gesundheitsschädlich ist.” Hm. Hier noch für die ganz Eifrigen: Infos der Stiftung Warentest aus 2008 - auch mit weiterführenden Links: http://www.test.de/themen/umwelt-energie/test/-Energiesparlampen/1653086/1653086/1654329/ Soweit erstmal. Ich wünsche einen wunderbaren Sonntag Abend! Camilla
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(9) Dezember 2007
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Liebe Alle, 2008 hat begonnen - frohes neues Jahr Euch! - und viele von Euch werden einen Rucksack voll guter Vorsätze ins neue Jahr mitgenommen haben. Wohl denn: Hier sende ich Euch entsprechend meiner guten Vorsätze den "Wir können´s auch alleine"-Tip Nr. 9!
Das richtige Einheizen
Draußen ist es noch kalt genug, um sich über innere Wärme Gedanken zu machen. Heizung und Warmwasser machen nach Infos des WDR in deutschen Haushalten 70% des Energieverbrauchs aus. Da lohnt es sich, sich ein paar Gedanken über Einsparmöglichkeiten zu machen (der Frage, wie das mit den VDEW-Zahlen aus meinem Tip Nr. 4 zusammen passt, müsste bei Gelegenheit nachgegangen werden...). Man kann sich natürlich gleich auf effizientere und nachhaltigere Heizungsanlagen stürzen und über Holzpellets und Solarthermie diskutieren - ich aber konzentriere mich heute auf die kleinen, einfachen Handgriffe, die jederzeit und durch jeden möglich sind. Auf der Suche nach guten Heiztips ist mir dann kulturell etwas interessantes untergekommen: Sowohl in den USA als auch in Deutschland wird mit der Geldeinsparung durch umweltbewußtes Heizen geworben. Darauf folgen aber in den USA - zumindest dort, wo ich geschaut habe - etwa drei Tips mit je zwei Sätzen, in Deutschland hingegen bis zu 2 Din-A-4 Seiten mit einem knappen Dutzend an Tips und weiterführenden Hinweisen. Im folgenden orientiere ich mich am deutschen Modell und danke insbesondere dem Umweltbundesamt für seinen umfangreichen Input:
- 1. In Berliner Altbauten zieht es mitunter wie Hechtsuppe. Wenn es bei Euch auch so ist, gilt es, Fugen und Ritzen bei Fenstern und Türen mit Dichtungsprofilen verschließen. Dichtungsprofile sind billig und leicht und schnell anzubringen. Hab es selbst erfolgreich verprobt! Dauerhafter – aber mit ca 7,50-10 €/m auch teurer – sind Lippenprofile, die in die Nut eingefräst werden. Dafür hält´s dann auch länger: etwa 5 bis 10 Jahre. Wenn Ihr unsicher seid, ob Eure Fenster dicht sind: Fenster auf, Blatt Papier "einlegen", Fenster schließen. Wenn sich das Papier bei geschlossenem Fenster einfach wieder rausziehen lässt, ist das Fenster nicht dicht.
- 2. Bis zu 6% Heizenergie lässt sich durch nachträgliche Wärmedämmung in nicht optimal gedämmten Bauten einsparen. Dazu kann etwa eine 5 mm dicke, aluminium-kaschierte Styroporplatte dienen, die man überall im Baumarkt kriegt. Selbstexperiment zeigt: Zeitaufwand für das "Hinter-die-Heizkörper-Schieben" der Wärmedämmung sind keine 10 Minuten.
- 3. Heizkörperverkleidungen und Einrichtungsgegenstände vor Heizkörpern verhindern die Wärmeabgabe in den Raum und erhöhen die Heizkosten um etwa 5%. Reichen Vorhänge über die Heizkörper, so kann sich der Wärmeverlust nochmals erheblich erhöhen – die Wärme wird über die Fenster insbesondere nach außen geleitet.
- 4. Rollläden, Fensterläden und Gardinen schirmen nicht nur vor der Außenwelt ab: Bei tiefen Außentemperaturen treten die höchsten Wärmeverluste über Glas und Rahmen auf. Allein Rollläden können Wärmeverluste um mehr als 20% verringern, Vorhänge um weitere 10%. Gerade nachts bietet sich daher an: Rolläden runter, Gardinen zu. (Aber bitte auch Hinweise Nummer 3 und 6 beachten)
- 5. Frieren gegen globale Erwärmung? Na, das ist hoffentlich nicht nötig... Aber wissen sollte man trotzdem: Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart etwa 6% Heizenergie!
- 6. Thermostatventile sind grundsätzlich sehr hilfreich für effizientes Heizen. Aber Achtung: Wenn etwa Gardinen die Thermostatventile verdecken, funktionieren diese nicht ordnungsgemäß.
- 7. Das Umweltbundesamt rät: Bei Abwesenheit bis zu zwei Tagen sollte die Temperatur auf 15°C, bei längerer Abwesenheit auf 12 °C oder die Frostschutzposition des Thermostatventils eingestellt werden. Während der Nachtstunden sollte die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen möglichst um 5 °C gesenkt werden. Moderne Heizungsanlagen ermöglichen eine zentral gesteuerte Absenkung der Raumtemperatur.
- 8. Kippfenster heizen zum Fenster hinaus. Daher lieber öfter kurz (höchstens 10 Minuten) und kräftig – am besten mit Durchzug – stoßlüften. Die Heizung sollte während des Lüftens herunter gedreht sein.
- 9. Heizungsanlagen regelmäßig überprüfen lassen – am Besten zu Beginn der Heizperiode (tja, das wär dann ein weiterer guter Vorsatz für 2008): Damit wird ein effektiver und wirtschaftlicher Betrieb der Heiz-Anlage gewährleistet, der die Heizkosten um 5-10% verringern kann. Ist die Temperaturabsenkung während der Nacht richtig eingestellt? Stimmt der Wasserdruck im Heizsystem? Beträgt die Warmwassertemperatur nicht mehr als 60 °C? Entspricht die Vorlauftemperatur dem Sollwert? Übrigens: Und wer grundsätzlich mehr über den Heizenergieverbrauch seines Gebäudes im Vergleich zu anderen, zu grundlegenden Maßnahmen und Fördermöglichkeiten wissen will, kann mit der Internetseite www.heizspiegel.de starten.
So, und ein weiterer Vorsatz für mich in diesem Jahr: Meine Klima-Tipps sollen wieder kürzer, ja, möglicherweise sogar kurz werden.... |
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| (8) November 2007 |
Auf den Straßen von Berlin... Draußen wird es kalt, Fahrräder verschwinden in Kellern, der Verkehr auf den Straßen nimmt zu. Der Herbst hat Berlin erreicht. Allen, die, sobald sie vom Fahrrad abgestiegen sind, nur noch öffentlich fahren oder laufen, gratuliere ich. Ihr könnt hiermit auf das Weiterlesen verzichten und statt dessen Euer gutes Gewissen genießen. Für alle anderen hier ein paar Tips, wie man klimafreundlicher Autofahren kann. Denn: Nach kluge Köpfe haben errechnet, dass allein durch sparsameres Fahren jährlich rund fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland vermieden werden könnten. Nach Angaben des Verkehrsclub Deutschlands (VCD) kann ein unbedachter Fahrer durch Umdenken seinen Benzinverbrauchs um bis zu 30% reduzieren. Das eingesparte Geld könnte man dann z.B. in Schokolade investieren. Wenn das kein Anreiz ist... Also, here we go (or drive): - Aiming high! Je höher der Gang, desto besser. Laut Porsche gilt für Porsches: „Ein Porsche kann bei 30 km/h im 4. Gang und bei 50 km/h im 6. Gang gefahren werden.” Im zweiten Gang braucht ein Porsche 911 Carrera bei konstant 50 km/h 15,1 Liter, im sechsten Gang nur 6,2 Liter Super. Schade nur, dass ich das mangels Porsche nicht überprüfen kann... Doch auch für Normalsterbliche und ihre Autos gilt diese Grund-Regel. Laut VCD sollte man es wie folgt halten: Bei 25 bis 30 km/h in den 3., bei 35 bis 45 km/h in den 4. und bei 50 bis 55 km/h in den 5. Gang schalten. Es schont den Motor und ist angeblich sogar um einiges leiser. - Richtig aufwärmen! Schädlich für Motor und Umwelt: Warm laufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. - Frische Luft! Der Reifendruck sollte mindestens der sein, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt - ggf. auch noch ein bisschen mehr. Damit kann geringerer Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß erreicht werden. - Richtige Ernährung! Beim Ölwechsel können synthetische Leichtlauföle mit ihrer bessere Schmiereigenschaften vor Verschleiß schützen und den Verbrauch senken. - Diät! Jedes Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Faustregel: 100 kg Mehrgewicht kosten einen halben Liter mehr auf 100 Kilometern. Also: Regelmäßig Auto und insbesondere Kofferraum von unnötigem Ballast befreien. - Die perfekte Figur! Dachgepäck und selbst harmlose Dachgepäckträger lasten schwer auf dem Tank. Sie machen alle Bemühungen der Autobauer zunichte, die Aerodynamik zu verbessern. Also, Dachgepäckträger im Keller und nicht auf dem Autodach lagern. - Im Gleichmaß bleiben! Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Eine möglichst regelmäßige Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit hingegen mindert den Verbrauch. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug (Faustregel 3 Sekunden) hilft, Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen. Fahrt Ihr auf ein Hindernis zu, kann man den bestehenden Fahrzeugschwung nutzen. Beispiel: Mit 50 km/h sieht Ihr in 200 bis 300 Meter Entfernung eine Ampel auf Rot schalten. Wenn man jetzt den Leergang einlegt, reicht der vorhandene Schwung, um im Verkehr mitzuschwimmen. - Abschalten und genießen! Wenn sich absehen lässt, dass Sie zum Beispiel an einer roten Ampel mehr als 10 Sekunden stehen, sollten Sie den Motor abstellen. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben. - Prollos sind klimaschädlich! Breitreifen erhöhen den Verbrauch. - Kleinvieh ...! Stromfresser im Auto fressen Benzin. Am meisten belastet hier die Klimaanlage, die den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter auf 100 Kilometer erhöht. Auch jedes kleine Motörchen - z.B. für den Scheibenheber - erhöht den Verbrauch. Vergessen wird oft die Heckscheibenheizung. Die „verbraucht” pro Stunde ca. 0,1 Liter Sprit. Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Wer übrigens gerade vor dem Kauf eines Autos steht, kann auch die Internetseite vom VCD besuchen (http://www.vcd.org/vcd_auto_umweltliste.html). Dort wird jährlich eine Liste der umweltfreundlichsten Wägen eingestellt. Geachtet wird dabei auf Aspekte Verbrauch (gemessen an der Menge CO2, die pro gefahrenen Kilometer freigesetzt wird), Lärm, sowie die Menge und Art der Schadstoffe. Beim Kauf eines Neuwagens bzw neuer Reifen sollte man außerdem die Montage von Energy- bzw. Leichtlauf-Reifen verlangen. Diese sind beim Rollwiderstand optimiert. Für (fast historische) Forschung: 2003 hatte das Umweltbundesamt Reifen getestet, die Liste finden Sie unter www.umweltbundesamt.de. Und für die ganz Engagierten: - Mehr Infos und einige weitere Tips sind im Internet beim VCD abrufbar. - Trotzdem: Das Beste ist und bleibt Nichtfahren! - Aber man kann auch wie beim Fliegen (siehe Tip Nr. 3) seine Emissionen "neutralisieren" - z.B. bei http://www.myclimate.org/ So, jetzt geh ich erstmal joggen. Euch wunderbare Wochen bis zum nächsten Tip. Camilla |
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| (6) Juli 2007 |
Liebe Alle,
gut erholt zurück aus dem Land, in dem der Pfeffer wächst, möchte ich Euch hiermit den "Wir könneńs auch alleine"-Tip Nr. 6 präsentieren.
Mit besten grüßen, Dr. Bausch
Plädoyer für stromverbrauchs-neutrale Zonen
Der Sommer ist da. Urlaub lockt. Dass ist DIE Gelegenheit, urlaubs-leere Wohnungen in stromverbrauchs-neutrale Zonen zu verwandeln. Denn ist es nicht unsinnig, wenn sich der heimische Stromzähler dreht, während man selber sich viele Kilometer entfernt befindet. Also:
Der größte Teil des heimischen "passiven" Stromverbrauchs resultiert aus dem Stand-by-Betrieb von Fernsehern, DVD-Playern usw. Diese Geräte sollte man daher komplett vom Stromnetz trennen. Das gleiche gilt für Tisch- oder Stehleuchten mit Niedervolt-Halogenlampen, die ein separates Netzteil haben, das häufig dauerhaft Strom zieht, wenn man es nicht vollständig vom Stromnetz trennt. Wie im "Wir könneńs auch alleine"-Tip Nr. 2 beschrieben sollte darüber hinaus auch der PC und seine Peripherie-Geräte vom Netz genommen werden. Zudem empfiehlt es sich, die Stecker für Ladegeräte - etwa von elektrischen Zahnbürsten - zu ziehen.
Weitere oft vergessene Stromverbraucher sind Elektroboiler. Laut Dena lohnt es sich bei kleinen Elektroboilern in der Küche oder Gästetoilette (olala, na, wer hat eine?) sogar, diese über Nacht abzuschalten. Bei größeren Speichern ist Abschalten aber zumindest bei längerer Abwesenheit sinnvoll.
Und last but not least und wie in Tip Nr. 5 schon bemerkt: Urlaub ist ein guter Anlass, den haushaltstechnischen Strom-Großverbraucher Kühlschrank aufzuräumen, abzutauen, auszuschalten.
Also: Boiler aus, Stecker raus und viel Spaß im Urlaub!
Stromverbrauchs-neutrale Zonen können übrigens Erhebliches bewirken. So hat die Initiative EnergieEffizienz das Einsparpotenzial deutscher Privathaushalte errechnet: Würde nur die Hälfte der rund 39 Millionen deutschen Haushalte während einer zweiwöchigen Urlaubsreise auf den unnötigen Stromverbrauch ihrer heimischen Elektrogeräte verzichten, könnten sie zusammen rund 130 Millionen Euro einsparen! Was man damit alles machen könnte... |
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| (5) Juni 2007 |
Eiskalt wird abserviert! Alle, die den "Wir könneńs auch alleine"-Tip Nr. 4 gelesen haben, wissen: Kühlschränke gehören zu den großen Stromfressern im Haushalt. Und weil es draußen immer noch schön warm ist, widme ich mich gerne nochmal der Kälte im Kühlschrank. Da kann man ne Menge tun!
KALT: Eiskalt ist zu kalt! Oft ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt (Danke, Katja, für den Hinweis). Für Lebensmittel reicht grundsätzlich eine Kühlung auf 7 Grad aus. Das entspricht etwa der Stufe 2. Also: Runter mit dem Regler! (Für die Skeptischen: Einfach ein Termometer in den Kühlschrank legen und checken ;-)). Außerdem: Essen nur abgekühlt in den Kühlschrank stellen und wenńs die Zeit erlaubt, Gefrorenes im Kühlschrank auftauen lassen. Mit Blick auf den Urlaub: Ausschalten während des Urlaubs lohnt sich! Aber Achtung: Tür offen lassen! Sonst gibt es unangenehme Überraschungen bei der Rückkehr).
KÄLTER Falls man einen Kühlschrank mit Gefrierfach hat, so sollte dies regelmäßig abgetaut werden, spätestens ab einer Eisschicht von einem Zentimeter. Für Besitzer eines Luxus-Kühlschranks: Die "No-Frost- Funktion" verhindert die Eisbildung in Gefrierfächern. Doch verbraucht sie auch Strom! Die Funktion ist daher nicht immer sinnvoll. Wohl aber, wenn in das Gefrierfach durch häufiges Öffnen der Tür verstärkt Feuchtigkeit eintritt.
GANZ KALT Und wenńs ganz kalt sein soll: Minus 18 Grad Celsius im Gefriergerät reichen nach Auskunft der Bundesregierung meist völlig aus.Gefriertruhen verbrauchen laut Stern wegen ihrer besseren Dämmung und günstigeren Bauform circa 20% weniger Strom als Gefrierschänke. Übrigens sollten sie immer gut gefüllt sein, mindestens zu zwei Dritteln. Denn wenn die Tiefkühltruhe zu Hälfte leer ist, muss nach jedem Öffnen die ganze eingedrungene Frischluft in der Truhe mitgekühlt werden.Und für die Hamster unter uns: Ein großes Gerät spart mehr Energie als zwei kleine.
UND DAS GILT FÜR ALLE Geräte möglichst nur jeweils kurz öffnen.Außerdem: Hitze und Kälte passen nicht zueinander. Daher: Kühl- und Gefrierschränke nicht neben der Heizung, dem Backofen und auch nicht in der Sonne stehen lassen. Je niedriger die Umgebungstemperatur desto geringer der Stromverbrauch! Beim Aufstellen sollte man außerdem beachten, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben und keine Gegenstände auf den Lüftungsschlitzen stehen (ich habe gleich mal meinen Kühlschrank aufgeräumt).Und für die ganz Engagierten: Es hilft auch, ab und zu die Lüftungsgitter (auf der Rückseite des Geräts?!) zu entstauben.
So, das waŕs! Wenn Du bis hierhin gelesen hast: Herzlichen Glückwunsch. Jetzt geh ich erstmal ein Eis essen.
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| (4) Mai 2007 |
Liebe alle, gerade sind die "kleinen internationalen Klimaverhandlungen" in Bonn zu Ende gegangen - Vorbereitungen für die große Klimaverhandlung in Bali Ende des Jahres. Die Ergebnisse lassen zumindest einen schmalen Hoffnungsschimmer für den zukünftigen Klimaschutz unter der Klimarahmenkonvention und dem Kyoto Protokoll weiter leuchten. Doch "der Weg wird kein leichter sein". Daher ein guter Zeitpunkt für den "Wir können´s auch alleine"-Tip Nr. 4! Mit besten Grüßen Dr. Bausch P.S. Im Nachgang zu dem Tip Nr. 3 wurde mir eine Bewertungs-Liste zu "Emissions-Neutralisierern" gesendet. Euch zur Info als download anbei. --------------------------------------------------------------- Heiß und kalt...
Draußen wird´s heiß, doch das Bier mögen wird trotzdem kalt. Ein Glück daher, dass es Kühlschränke gibt. Doch aufgepasst: Die größten Stromfresser in einem typischen deutschen Haushalt sind Kühlschränke und Gefriertruhen. Nach Aussage des Verbandes der Elektritzitätswirtschaft (VDEW) entfällt über 30 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt auf Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke. Und danach wird´s heiß: Für Kochen, Trocknen, Bügeln werden 19 Prozent aufgewendet. Damit ist klar: Hier ist ein hervorragendes Spielfeld für privaten Klimaschutz! Der Kauf moderner, energieeffizienter Geräte und ihr bewusster Einsatz bieten erhebliches Sparpotenzial. So verbraucht eine neue Waschmaschine heute im 60-°C-Programm etwa ein Drittel weniger Strom als ein zehn Jahre altes Modell. Die meisten der heute im Handel angebotenen Kühlschränke gehören zur Effizienzklasse A. Wer ein Gerät der Klasse A++ erwirbt, senkt damit den Stromverbrauch nochmals um etwa 40 Prozent. Doch was tun, wenn man eigentlich gerade keine neue Waschmaschine und keinen neuen Kühlschrank kaufen will (und funktionstüchtige Dinge ständig auszuwechseln ist ja auch nicht unbedingt im Sinne der Nachhaltigkeit...) Nun, dann kann man z.B. mit 30, 40 oder 60 statt mit 95 Grad waschen. Da spart man pro Waschgang ein Drittel und mehr. Außerdem bringt es bis zu 30%, auf die Vorwäsche zu verzichten. Und schließlich für diejenigen, die nicht nur auf eine moderne Waschmaschine, sondern auch einen Trockner zurückgreifen können: Man sollte laut Fokus (was für ne Quelle...) mit mindestens 1400 Umdrehungen pro Minute schleudern, wenn die Wäsche danach in den Trockner soll. Sonst genügen auch sanftere Schleudertouren (meine Maschine schafft nicht mehr als 800 - aber das sind wohl echte Luxusprobleme...)
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| (3) April 2007 |
Liebe Alle,nach einer etwas längeren Osterpause findet Ihr nun anbei den "Wir könneńs auch alleine"-Tip Nr. 3. Mit besten Grüßen Dr. Bausch
Ostern, Sonne, Italien - und schlechtes Gewissen?
Über die Ostertage verreisen, im Süden erste Frühlingssonne tanken - auch ich habe das dieses Jahr genossen. Doch wie steht́s mit dem Klima-Gewissen. Insbesondere wenn man an die schönen Orte der Welt fliegt! Fliegen ist ja bekanntlich eine Belastung füŕs Klima - bei weitem schädlicher als Auto-, Zug-, Bus- und Fahrradfahren. Tatsächlich ist Fliegen die weltweit am schnellsten zunehmende Quelle von CO2-Emissionen. Am besten also nicht fliegen. Wer trotzdem fliegen möchte oder muss, kann aber das Gewissen etwas erleichtern und die Umwelt etwas entlasten. Dafür gibt es Organisationen, denen man pro Flugmeile Geld überweisen kann (z.T. als Spende absetzbar) und die das Geld dann in klimaschonende Projekte investieren. Ablasshandel? Könnte man so sehen - allerdings ist der Erfolg schon im Dieseits überprüfbar ;-)
Organisationen, die das anbieten sind z.B. die folgenden: - Atmosfair - Myclimate
Wer mehr solcher Anbieter prüfen und kennenlernen will, kann viele Links finden unter: http://www.ecobusinesslinks.com/carbon_offset_wind_credits_carbon_reduction.htm Und sonst einfach mal unter carbon offset googeln.
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| (2) März 2007 |
Liebe Alle, anbei findet Ihr den "Wir können´s auch alleine"-Tip Nr. 2. Für Eure Tips bin ich immer dankbar. Mit besten Grüßen Dr. Bausch Allzeit bereit? Wie auch im persönlichen Leben: Man sollte immer auch das Umfeld beachten. Peripheriegeräte wie Monitor, Drucker oder Scanner verbrauchen oft unnötig Strom, wenn sie stundenlang im Bereitschaftsmodus bleiben. Gönnt Euren Geräten ab und zu eine Verschnaufpause und schaltet sie einfach ab, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei manchen Tintenstrahldruckern (wer hat noch welche?) ist das vollständige Abschalten allerdings nicht sinnvoll, da der Druckkopf mit Tinte gespült wird, sobald die Geräte wieder in Betrieb genommen werden. Dieser Vorgang kann mehr Kosten für Tinte verursachen, als man durch Verringerung des Stromverbrauchs sparen kann. (Wer es ganz genau wissen will: Die Technik-Hotline des Druckerherstellers kann im Zweifel genauere Auskunft für Deinen spezifischen Drucker geben). Zu den heimlichen Stromverbrauchern zu Hause gehören auch häufig Modems und Router für den Zugang zum Internet. Nur jeder dritte Nutzer schaltet diese Geräte beim Herunterfahren des Computers bewusst ab. Auch hier gilt: Modem oder Router nach Gebrauch vom Stromnetz trennen! Am bequemsten ist es, alle diese Geräte an eine schaltbare Steckdosenleiste von PC, Drucker & Co. anzuschließen. Mit nur einem Klick - schwupp - sind dann alle Geräte vom Stromnetz getrennt. (Quelle: Dena - http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Dokumente/Publikationen/Strom/IEE/Energiespar-Tipps_fuer_Ihren_Haushalt.pdf)
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| (1) Februar 2007 |
Liebe 3plusXler,
Ihr seid die, denen ich zutraue, dass sie die Welt verändern. Ihr seid die, denen ich meine missionarische Ader direkt zumute.
Ich werde von heute an und etwa einmal im Monat die "Wir könneńs auch alleine"-Tips versenden; das sind Tips mit Hinweisen, wie man selber Klimaschutz betreiben kann.
Unten findet Ihr den ersten Tip. Für Eure Hinweise bin ich immer dankbar. Ich sende Euch viele allerbeste Grüße Dr. Camilla Bausch
Der Bildschirmschoner als Stromfresser. Stromsparen per Mausklick? Nichts leichter als das. Verzichtet einfach auf den Bildschirmschoner – er wird heute nicht mehr gebraucht. Ursprünglich wurden Bildschirmschoner verwendet, um das Einbrennen eines kontrastreichen Bildes auf der Monitoroberfläche zu verhindern. Diese Gefahr besteht bei modernen Bildschirmen nicht mehr. Trotzdem flimmern Bildschirmschoner noch über viele Monitore. Dabei verbrauchen sie Energie. Bei aufwändigen 3D-Animationen kann ein vermeintlicher „Schoner“ den Prozessor sogar maximal auslasten. Die Folgen: unnötiger Stromverbrauch und unnötige Kosten. Am besten aktiviert Ihr die Funktion „Monitor ausschalten“ in der Energieverwaltung Ihres Rechners. Der Bildschirm wird dann – je nach Einstellung – nach einigen Minuten automatisch in den Stand-by-Modus geschaltet. Er kann aber durch Tastendruck oder Mausbewegung schnell reaktiviert werden. Der Stromverbrauch reduziert sich so je nach Modell um etwa 90 Prozent. Weiteres Plus: Auch die Lebensdauer des Bildschirms kann sich so verlängern. (Quelle: Dena)
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